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P Y R A M I D E N

   
Pyramiden waren Totengräber für die Pharaonen im Alten Ägypten. Sie waren für die Pharaonen Ruhestätten im Jenseits, in denen sie ihr bisheriges Leben weiterführen sollten.
Die Pyramiden wurden zur Zeit der Überschwemmung in der Nähe des Nils erbaut, weil durch die Wassermassen die großen Steine leichter und weiter zum Bauplatz transportiert werden konnten. Die Bauern konnten während dieser Zeit keine Arbeit auf dem Land verrichten und wurden deshalb als Pyramidenarbeiter eingesetzt. Man verwendete als Baumaterial Stein, weil die Grabanlagen für die Ewigkeit erhalten bleiben sollten. Jede Pyramide war die Grabstätte eines Pharaos, der in den von Steinen umgebenen Grabkammern, die sich im Inneren der Pyramide befanden, von der Außenwelt abgeschirmt seine Ruhe im Jenseits finden sollte. In den Grabkammern befanden sich zahlreiche Schätze sowie Lebensmittel, die als Grabbeigaben für das Leben des Pharaos nach dem Tod Verwendung finden sollten. Aufwendige Wandbemalungen stellten die ursprünglichen Wohnverhältnisse des Verstorbenen dar.
Die erste Pyramide im Alten Ägypten wurde für den Pharao Djoser in der dritten Dynastie erbaut. Es handelt sich hierbei um eine Stufenpyramide, die circa 60 Meter hoch ist und unter der sich in 28 Metern Tiefe die Grabkammer Djosers befand.

Stufenpyramide des Pharao Djoser


Unter dem Pharao Snofru gelang es in der vierten Dynastie die erste "richtige" Pyramide zu bauen. Die Zwischenräume der Stufen wurden mit Steinen aufgefüllt, so dass eine glatte Seitenoberfläche entstand.

Die bekanntesten Pyramiden sind jedoch die Pyramiden von Gizeh. Erbaut wurden sie in der vierten Dynastie für die Pharaonen Cheops, Chephren und Mykerinos.

Die Pyramiden von Gizeh

Die Cheops-Pyramide ist mit einer Höhe von 147 Metern und einer Seitenlänge von 230 Metern die größte Pyramide. Sie wurde aus 2,3 Millionen Kalksteinen, die je einen Kubikmeter groß waren, erbaut. Der Bau dauerte 20 Jahre und zu seiner Fertigstellung wurden 36.000 Pyramidenarbeiter und weitere 10.000 Arbeiter zur Steingewinnung benötigt.

Cheopspyramide

Pyramidenarbeiter

"Aus der Multiplikation des Volumens mit dem spezifischen Gewicht des Baumaterials ergibt sich ein Gesamtgewicht von 5.955.000 Tonnen. Damit könnte man fünf Lastzüge beladen, jeder von ihnen so lang wie die Strecke Wien - Paris, und wäre der Bau hohl, so paßte die Peterskirche bequem hinein; sie würde nirgends herausragen oder auch nur die Oberfläche berühren. Napoleon errechnete, daß sich aus den Steinen eine drei Meter hohe Mauer um ganz Frankreich bauen ließe." (Clauss)
Die berühmte Sphinx ist 72 Meter lang und 22 Meter hoch und entstand aus einem einzigen Felsen. Sie stellt den Pharao Chephren mit dem Körper eines Löwen und einem menschlichen Kopf dar. Der Löwe sollte feindliche Mächte abwehren, während der Pharao mit seinem Haupt die Pyramiden bewachte.

Sphinx


Seit dem Neuen Reich siedelten die Pharaonen ihre Grabanlagen in der Nähe der Stadt Theben an. So entstand zwischen den Jahren 1504 und 1070 das "Tal der Könige", in dem zahlreiche Pharaonen ihre Ruhe nach dem Tod fanden.
An diesem Ort wurden keine Pyramiden mehr gebaut, die Gräber der Pharaonen lagen in unterirdischen Kammern.
Zahlreiche speziell ausgebildete Arbeiter waren hauptberuflich mit der Gestaltung und Bewachung der Grabanlagen beschäftigt.

Die ersten Gräber im Alten Ägypten nannte man Mastabas. Das Wort bedeutet "flache Steinbänke vor den Häusern". Die Grabkammer befand sich dabei unter der Erde. Der darüber liegende Oberbau aus Stein war circa drei Meter hoch und seine Grundfläche war etwas größer als die obere Fläche. Die Mastabas waren meist ähnlich den Häusern der Verstorbenen ausgestattet, da sie im Jenseits so leben sollten wie zuvor. Mastabas waren die Vorläufer der Pyramiden.

Mastaba
   

 

 

 
     

 

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