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G Ö T T E R G L A U B E

   
Götterverehrung und Totenkult waren wichtige Elemente der Religion im Alten Ägypten.
Die Götterwelt war den Pharaonen und Bürgern des Alten Ägypten jederzeit gegenwärtig. Sie wollten im Glauben an die Götter einen Sinn im Dasein finden, indem sie sich vorstellten, diese hätten die Welt erschaffen und seien auch an ihrer Existenz und dem Fortbestehen der Menschheit beteiligt.
Es gab im Alten Ägypten hunderte verschiedene Götter, die sowohl Menschen-, als auch Tiergestalt annehmen konnten und für einen bestimmten Aufgabenbereich, Bezirk oder für das gesamte Niltal bedeutend waren.
Nur wenn man die Bedeutung dieser Gottheiten versteht, kann man auch das Wesen der altägyptischen Kultur begreifen. Das Dasein der alten Ägypter war ausgerichtet auf ein Leben nach dem Tod im Jenseits. Für das Wohlwollen der Götter dankten ihnen die Menschen täglich. Die großen Tempelanlagen, deren Bau von den Pharaonen in ihrer Funktion als Vermittler zwischen Menschen und Göttern veranlasst wurden, waren die Wohnstätten der Götter. Die Priester dienten ihnen mit täglichen Versorgungsaufgaben. Sie waren Beamte und ihre Hauptaufgabe war es, den Pharao gegenüber den Göttern zu vertreten. Die Priester waren nicht für das Seelenheil der Menschen verantwortlich.
Jeder Gott wohnte in einem eigens für ihn erbauten Tempel. Ein Abbild oder eine Statue des Gottes wurde in den Räumen des Tempels heilig gehalten. Die Priester betraten die Tempelräume nur, nachdem sie ihren Körper gereinigt hatten. Sie versorgten ihre Gottheit mehrmals täglich mit Mahlzeiten, sprachen ihnen Lobpreisungen aus und reinigten sie.

Im großen Tempel von Medinet Habu wurden den Göttern zur Zeit des Ramses II. täglich "...3200 Brote, 24 Kuchen, 144 Krüge Bier, 32 Gänse und zahlreiche Krüge mit Wein..." (Reitz) geopfert. "...Dazu kamen noch Honig, Blumen, Weihrauch und andere Gegenstände." (Reitz) Die Naturalien wurden anschließend an die Priesterschaft, das Personal des Tempels oder an arme Menschen verteilt.
Jeden Monat feierte die Bevölkerung an acht Tagen Feste in den Tempeln, an denen die Opfergaben noch erhöht und die Menschen als Gäste der Götter und Priester damit bewirtet wurden.


Amun-Re

Der für die Ägypter mächtigste Gott und zugleich Vater aller Götter ist der Sonnengott Re (Amun-Re), da er den Ägyptern täglich in Erscheinung trat. Die Verehrung der Sonne war über das gesamte Niltal verbreitet.


Maat

Die wichtigste Göttin im Alten Ägypten war Maat. Ihr Symbol war eine Straußenfeder, die sie in vielen Darstellungen auf dem Kopf trägt. Sie war für die alten Ägypter die Göttin der Wahrheit und Gerechtigkeit. Jeder im Land versuchte sein Leben in Harmonie mit diesem Leitbild zu führen. Der Pharao hatte die Aufgabe das Ordnungsprinzip der Maat zu garantieren.
Beim Totengericht spielte die Maat eine weitere bedeutende Rolle. Das Herz des Verstorbenen wurde gegen die Feder der Maat aufgewogen und der Mensch galt nur als sündenfrei, wenn sein Herz nicht schwerer als die Feder war. Erst nach bestandener Prüfung durfte der Verstorbene das Jenseits betreten.
   

 

 

 
     

 

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